Hüttentrecking in Südtirol

Hüttentrecking in Südtirol

Sonntag, 17.07.

Treffen in Fußendrass bei schönstem Wetter. Von dort beginnt der Aufstieg zur Brixner Hütte. Ungefähr nach der Hälfte des Tages und einem kleinen Umweg kommt die Wilde Kreuzspitze, das Ziel des nächsten Tages. Die ersten Murmeltiere sind zwar schon zu hören, halten sich aber noch gut versteckt. Ab hier werden die Wege deutlich steiler, aber auch schöner. Über das Sandjöchl erreichen wir schließlich nach etwa 10km und 1200 hm die Brixner Hütte.

Montag, 18.07.

Von der Brixner Hütte geht es zunächst einmal zurück über das Sandjöchl. Über die offenbar deutlich weniger bestiegene Nordseite erreichen wir die 3132 m hohe Wilde Kreuzspitze. Den Abstieg gehen wir diesmal auf direktem Wege über das Rauhfalljoch, obwohl ein paar von uns noch einen Umweg in Kauf nehmen, um im Wilden See zu baden. Auf dem Rückweg sind auch die Murmeltiere deutlich zutraulicher, sodass wir sie sogar aus der Nähe betrachten können.

Dienstag, 19.07.

Heute steht nur die 3022 m hohe Wurmaulspitze auf dem Programm. Der Aufstieg ist nach etwas weniger als zwei Stunden bewältigt und wir verbringen eine weitere mit der wunderbaren Aussicht von dort oben. Nach dem Abstieg nutzen wir den Rest des Tages, um uns mit gutem Essen und Kartenspielen auf den kommenden Tag vorzubereiten.

Mittwoch, 20.07.

Heute steht der Übergang zur Edelrauthütte an. Wir wandern entlang des Pfunderer Höhenwegs und passieren dabei 15 km und vier Scharten. Die letzte davon, die Gaisscharte, ist mit einer kleinen Kletterpartie verbunden. Während des Tages macht uns der Wetterbericht zwar immer wieder Sorgen, am Ende erreichen wir aber trocken die Edelrauthütte, wo wir auch zahlreiche bekannte Gesichter von der Brixner Hütte wiedersehen. Auch wenn kein Gipfel auf dem Programm steht, war dieser Tag der landschaftlich vielfältigste und belohnte uns mit vielen schönen Ausblicken.

Donnerstag, 21.07.

Dieser Tag war als Ruhetag geplant, für den Großteil unserer Gruppe ein Anlass, den Sonnenaufgang von der 2888 m hohen Wurmaulspitze zu beobachten. Mit diesem Anlauf lässt sich auch der Aufstieg auf die 3371 m des hohen Weißzint bewältigen. Wer den Tag entspannter angehen möchte, macht einen kleinen Abstecher zum Eisbruggsee etwas unterhalb der Ederlrauthütte.

Freitag, 22.07. 

Über den Gliederferner soll es heute zur Hochfeilerhütte und von dort auf den Hochfeiler gehen. Vom Hüttenwirt erhalten wir noch den Rat, nicht dem beschilderten Weg zu folgen, sondern den Gletscher etwas höher zu queren, wodurch wir eine längere Zeit damit beschäftigt sind, einen Weg auf den Gletscher zu finden. Am Ende sind wir erfolgreich und erreichen die Hochfeilerhütte am frühen Nachmittag. Nach einer kurzen Stärkung dort brechen wir noch zum Gipfel auf. Nach dem verlängerten Vormittag ist der Aufstieg auf die 3509 m zwar anstrengend, belohnt uns aber auch mit einer herrlichen Aussicht.

Samstag 23.07.

In der letzten Nacht erreicht uns noch ein Gewitter. Zum Glück war das der einzige Moment mit schlechtem Wetter in der gesamten Woche. Wir steigen noch nach St. Jakob ab und blicken zurück auf eine sehr schöne Wanderwoche in den Pfunderer Bergen mit einer wunderbaren Gruppe.

Vielen Dank an Frank für die Organisation. 

Herbstferien mit dem JDAV Dortmund 2022 in Ligurien

Herbstferien mit dem JDAV Dortmund 2022 in Ligurien

Einfach von Dortmund aus über sieben Breitengrade nach Süden bewegen, dort wo der Alpenkamm bis an das Mittelmeer reicht und zack, schon ist man Ligurien.
Genau das hat die Jugend des DAV Dortmunds, Familienmitglieder und Freunde selbiger zu Beginn der Herbstferien getan.
In Erwartung auf zwei Wochen schönster gemeinsamer Klettereien, Wanderungen, Mountainbike-Touren, lecker Essen, Kultur, Meer und warmen Wetter, sind je nach individuellen Vorlieben ein Teil der Gruppe in einer Appartmenteanlage in Pietra Ligure eingezogen, der andere Teil auf einem Campingplatz bei Calvisio und Camping Tahiti, einem Ort ganz in der Nähe. Beide Örtlichkeiten waren wirklich sehr gut, die Appartements sogar mit klasse Blick auf die Stadt und das Meer.
Die Erwartungen an diese Herbstferien wurden von mir und, da bin ich mir ziemlich sicher, von den meisten anderen sogar noch übertroffen.
Im Folgenden ein paar Eindrücke die mir besonders in Erinnerung geblieben sind:
Es herrschte ein wirklich tolle, angenehme und fürsorgliche Gruppendynamik. Meist ohne gezielte Steuerung haben sich abends zwei bis drei Gruppen für verschiedene geplante Aktivitäten für den Folgetag herausgebildet. Beispielsweise eine Gruppe zum Klettern, Kultur und Strand, zum MTB fahren. So hat jeder passende Mitstreiter für die Aktivitäten des Tages gefunden. Und die waren ausgesprochen vielseitig.
Die Bewältigung des Klettersteiges „Degli Artisti“ inkl. der spannenden Hängebrücke, zahlreiche Klettertage in den vielen abwechslungsreichen Klettergebieten um Finale und Pietra Ligure, das Klettern bei Cap Noli direkt am Meer und auch im Meer inkl. Bilderbuchsonnenuntergängen.
Auch die Mountainbiker unter uns sind auf ihre Kosten gekommen, allen voran die abfahrtsorientierten „Downhiller“. Hier ging es mehrmals am Tag per Bikeshuttle auf über 1000m Höhe zur einer ehemaligen Natobasis zum Startpunkt der zahlreichen weltbekannten MTB Abfahrten.
Mit Ausnahme der Bike-Shuttlefahrten erfolgte die Fortbewegung überwiegend ökologisch verträglich mittels dem gut ausgebauten öffentlichen Busverkehr (für uns als Urlauber sogar kostenlos) oder mit dem Fahrrad.
Falls die Wartezeit auf den nächsten Bus doch mal länger war, hat Mathias flugs seine geologische Expertise strahlen lassen und uns in allen Details über die an der Bushaltestelle sichtbaren Gebirgsfalten mit innenliegenden Faltenkern (gequetscht und nicht gefaltet, 007 lässt grüßen) und deren Entstehung kurzweilig aufgeklärt.
Auch wenn der Verkehr in Italien auf den ersten Blick chaotisch erscheint, wurde doch immer vergleichsweise Rücksichtsvoll und geduldig miteinander umgegangen. Ich fühlte mich dort auf den Straßen als Fahrradfahrer jedenfalls sicherer als auf denen an meinem Wohnort in Deutschland.
Habe ich schon die wunderschönen und belebten alten Stadtkerne, die Eisdielen welche bis 24 Uhr geöffnet sind, das leckere Essen dort (probiert unbedingt mal Farinata aus), der Regentag im Aquarium in Genua, die Strandtage mit Schwimmen, Schnorcheln und „SUPen“ durch Grotten, die Wanderungen und Höhlenbesuche, die abwechslungsreiche Landschaft und Natur erwähnt? Nö. Aber das würde hier auch den Rahmen sprengen.
Zum Abschluss bleibt zu sagen: Spannende Tage, tolle Menschen; einfach ein bereichernder Urlaub. Gerne wieder, bis dahin 🙂

Bastian

Sommerfreizeit nach Briançon (Frankreich)

Sommerfreizeit nach Briançon (Frankreich)

Termin: 15. bis 29. Juli 2023

Beschreibung:

Im kommenden Jahr wollen wir in den Sommerferien vom 15.07. bis 29.07.2023 in die französischen Alpen ein Alpincamp anbieten. 

Auf dem Campingplatz „Camping des Allouviers“ in Freissinières“ (camping-freissinieres.fr) nahe Briançon soll unser Basislager werden. 

Vom Klettern in Klettergärten, Mehrseillängen, Klettersteige, Radtouren, Wandern Schwimmen, Hochtouren über Gletscher und Besteigung des südlichsten Viertausender ist alles möglich. 

Was wir dazu brauchen? Eure Anmeldung. Da wir dort mobil sein müssen ist es nötig auch genügend Autos vor Ort zu haben. Es sind also auch Eltern und Familien herzlich eingeladen. 

Wir hoffen auf reichlich Anmeldungen (Mindestanzahl 10 Kinder/Jugendliche unter 21 Jahren) damit die Fahrt auch stattfinden kann. 

Anmeldungen sind bis zum 1. Januar 2023 nur über unsere email jugend@jdav-dortmund.de möglich.

Pfingsten in Heubach

Pfingsten in Heubach

Ich bin Mika, 16 Jahre, und mit Sack und Pack nach Heubach gereist. Vor Ort habe ich im Zelt übernachtet. Die Mahlzeiten waren super Gemeinschaftsaktionen, man lernte sich kennen, tauschte sich aus. Entspannend waren die Abende in Gemeinschaft vor dem Haus mit quatschen und lachen.

Die Routen, der Vorstieg, waren anspruchsvoll. Sie machten Spaß und gaben neue Erlebnisse und Power. Friends und Keile legen lernten wir und konnten es gleich umsetzen. Rundum gelungen, nächstes Jahr gerne wieder!

Mika

Unsere Klettertouren auf dem Gimpelhaus

Unsere Klettertouren auf dem Gimpelhaus

Das ist ja fast wie in den Bergen – nur eines der vielen Zitate von Armin dem mit fünf Jahren jüngstem Mitglied unserer JDAV-Klettertour. Motiviert stiegen wir am Sonntag aus dem Tannheimer Tal zum Gimpelhaus auf, um schon am selben Nachmittag den ersten Klettergarten zu suchen. Doch die ersten Klettereien am nächsten Tag entlohnten die mühsame Suche. Am Dienstag gingen wir trotz des schlechten Wetters auf die Rote Flüh, wo wir eine Gipfelschokolade aßen. Während der acht Seillängen umfassenden Mehrseillänge, die wir am nächsten Tag kletterten, machten wir erste Bekanntschaften mit Gämsen. Im Tannheimer Tal trifft man sie besonders oft. Leider haben Gämse auch so ihre Hinterlassenschaften und so kam es vor, dass man am Einstiegsort durchaus mal mitten in der Gamsscheiße stand. Doch die tollen Kletterrouten liessen dies schnell vergessen. Es war für jeden etwas dabei. Mats und Malte, die Kletterprofis, konnten Routen bis zur achten Kategorie klettern. Alle anderen haben sich mit etwas leichteren Routen begnügt. Nach dem Klettern lachte unsere Gruppe noch über Frauke und ihren ständig schief sitzenden Helm. Zum Abschluss der Woche haben wir noch den Friedberger Klettersteig gemacht. Dann sind alle mit tollen Erinnerungen an eine großartige Woche wieder zurück nach Hause gefahren.